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Wie gut erkennen wir Stress bei Katzen?

Sind Katzen gestresst? Und wie sieht man es ihnen an?Stress kennt jeder. Aber nicht jeder glaubt, dass auch Katzen ihn empfinden und darunter leiden können. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Katzenhalter außerdem nur sehr deutliche Stressreaktionen erkennen, viele werden übersehen und als normales Verhalten interpretiert.

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Tiere sind keine Menschen

Zweifellos sind Katze, Hund, Pferd & Co. interessante und äußerst liebenswerte Wesen, die zu Gefühlen wie Freude und Trauer fähig sind, Absichten verfolgen, Erwartungen hegen und enge, indivduelle Beziehungen zu ihren Mitlebewesen pflegen können. Dennoch sollten wir uns davor hüten, ihnen allzu menschliche Eigenschaften anzuhängen, etwa ein ethisches und moralisches Verständnis oder auch Bösartigkeit. Im Zweifelsfall führt ein solcher Anthropomorphismus zu Missverständnissen, unter denen die Beziehung zwischen Mensch und Tier deutlich leiden kann.

Ich schreibe aus eigener Erfahrung, denn im Laufe des engen Zusammenlebens mit meinen Tieren tendiere auch ich gelegentlich dazu, in meinen tierischen Mitbewohnern fast schon Mitmenschen zu sehen – trotz Studium der Biologie bzw. Ethologie und jahrelanger tierpsychologischer Erfahrungen. Aber wir werden den Tieren mit solchen Fehleinschätzungen nicht gerecht, sie führen nur zu schnell zu überzogenen Erwartungen an unsere Schützlinge, Enttäuschungen und aus Sicht der Tiere unverständlichen Umgangsformen.

Eine enge und entspannte Beziehung zum Tier, die auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt basiert, ist aus meinen Erfahrungen dann recht einfach möglich, wenn wir uns zumindest gelegentlich daran erinnern, dass wir mit einem Tier leben. Nicht nur mit einem Tier, sondern mit einem Tier, einer bestimmten Tierart, Rasse, genau genommen mit einem Individuum, einer Persönlichkeit mit höchst eigenen Erfahrungen, Vorlieben und Abneigungen – die kein Mensch ist.

Ich pflege einen freundlichen, respektvollen und gewaltfreien Umgang mit Katzen (wie mit allen Tieren) und plädiere auch für diesen, denn eine positive Einstellung zur Katze wirkt sich auf deren Emotionen und ihr Verhalten aus und nicht zuletzt auf ihr Wohlbefinden. Nur sehr wenige Katzen muss man gelegentlich an das Recht auf die eigene Unversehrtheit "erinnern", aber auch bei ihnen bestehe ich auf katzenverständliche Maßnahmen, die die Beziehung nicht belasten.

Tierverhaltenstherapie – catility

Dipl.-Biol. Birgit Rödder

Kop Nück 3

53902 Bad Münstereifel

Tel. 02257 - 95 27 44

info [at] catility.de

 

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