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Wie gut erkennen wir Stress bei Katzen?

Sind Katzen gestresst? Und wie sieht man es ihnen an?Stress kennt jeder. Aber nicht jeder glaubt, dass auch Katzen ihn empfinden und darunter leiden können. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Katzenhalter außerdem nur sehr deutliche Stressreaktionen erkennen, viele werden übersehen und als normales Verhalten interpretiert.

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Viele Katzen sehen im Menschen einen Dosenöffner

Die Beziehung der Katze zu Menschen wird von genetischen und erlernten Einflüssen beeinflusst, entsprechend kann der Mensch für sie Feind, Nahrungslieferant oder Sozialpartner bedeuten, Letzterer kann wiederum Spielkamerad, Mutterersatz oder vertraute Bezugsperson sein.

Die Beziehungen zwischen beiden Parteien werden u.a. von Alter, Geschlecht und Persönlichkeit beider Partner beeinflusst sowie durch Lebensraum bzw. Haltungsbedingungen, wie Fütterung, Auslauf Anzahl der Menschen, Katzen und weiterer Tiere im Haushalt. 

Genetische Veranlagungen tragen auch zur Ausbildung unterschiedlicher Verhaltensstile und Charaktereigenschaften von Katzen bei, besonders deutlich wird dies bei Rassekatzen. Auch die unterschiedliche Zutraulichkeit von Katzen gegenüber Menschen wird dadurch beeinflusst.

Die Bedeutung des Menschen entsteht jedoch hauptsächlich durch die Sozialisation, d.h. die Erfahrungen mit Menschen zwischen der zweiten und siebten Lebenswoche der Katzenwelpen. Abhängig von Veranlagung und Früherfahrungen verhalten sie sich auch als erwachsene Katzen gegenüber Menschen scheu oder freundlich. Die erlernten Erwartungen können sich auf einen bestimmten Menschentyp beschränken. Durch angenehme Kontakte mit verschiedenen Menschen, im Idealfall Männern, Frauen, Kindern, können sie aber auch verallgemeinert werden; solche Katzen verhalten sich auch den meisten fremden Menschen gegenüber zutraulich.

Da fast jede Katze heute auch mit Artgenossen in Kontakt kommt, ist eine gute innerartliche Sozialisation ebenfalls von großer Bedeutung. Die Früherfahrungen werden nicht von eine Art auf eine andere übertragen, die Sozialisation gegenüber Artgenossen und Menschen schließen sich aber auch nicht gegenseitig aus. Eine frühe Trennung der Katzenwelpen von ihren Artgenossen ist also nicht vorteilhaft für eine gute Bindung an den Menschen, sondern ist höchstens kontraproduktiv, weil nach der Sozialisation bis zur 12. Lebenswoche weitere soziale Erfahrungen mit Wurfgeschwistern, Mutter und gegebenenfalls anderen sozialen Katzen von großer Bedeutung für die Entwicklung ihrer Selbstbeherrschung sind. Die Abgabe von Kätzchen ist daher frühestens am Ende ihres vierten Lebensmonats anzuraten.

Auch spätere Lernerfahrungen beeinflussen die Einstellung der Katzen zu Menschen und die Beziehung. Eine regelmäßige Fütterung erleichtert die Kontaktaufnahme und den Aufbau einer Beziehung, für deren weitere Entwicklung sind jedoch weitere Interaktionen wichtig. Insbesondere Routinen bzw. Rituale tragen zum Aufbau einer guten und stabilen Bindung bei, z.B. Füttern, Spielen, Streicheln und gemeinsames Ruhen. Vor allem sind es gleiche Abläufe zu weitgehend gleichen Tageszeiten an bestimmten Orten, die der Katze Sicherheit vermitteln.

Für die psychische Entwicklung der Katze ist auch ihre unbelebte Umwelt von großer Bedeutung. Vielfältige Reize in ihrer frühen Jugend vergrößern ihre Toleranz gegenüber späteren Umweltveränderungen, die im Leben fast jeder Katze zwangsläufig auftreten. Dagegen führen unzureichende oder unpassende Haltungsbedingungen während der Jugendentwicklung häufig zu mangelnder Flexibilität des Verhaltens und/oder Fehlprägung.

Dies betrifft auch von Menschenhand aufgezogene oder zu früh abgegebene Kätzchen, die meist durch eine unzureichende Selbstkontrolle, übermäßige Anhänglichkeit oder Ängstlichkeit, oder offensive Aggression auffallen. Zu früh entwöhnte Welpen sind außerdem häufig krankheitsanfällig und leiden an Verhaltensstörungen, in der Regel Saugen an Gegenständen oder Körperteilen.

Wenn die Früherfahrungen von Katzen stark von ihren späteren Lebensbedingungen abweichen, ergeben sich häufig folgende Problemkomplexe:

  • Überforderung von isoliert oder abgelegen aufgewachsenen "Wildkatzen" in reiner Wohnungshaltung sowie unzureichend sozialisierter Katzen im Zusammenleben mit einer "lebensfrohen" Familie;
  • Unterforderung von gut sozialisierten und umweltstabilen Katzen in reizarmer Umgebung, alleine oder mit schlecht sozialisierten, potenziellen Einzelkatzen und ohne ausreichende Beschäftigung.

Fehlende Ausgleichsmöglichkeiten wirken sich auch auf die Beziehung zum Menschen aus und dies in aller Regel negativ. Andererseits können scheue Katzen in einer ruhigen, ihrer frühen Jugend entsprechenden, Umgebung langfristig eine enge Bindung an eine umsichtige Einzelperson eingehen. Und Katzen, die sich etwa unter beschränkten Haltungsbedingungen gegenüber ihren Haltern aggressiv verhalten, können sich unter geeigneten, für das Individuum passenden, Umständen neutral oder zutraulich zeigen.

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Tierverhaltenstherapie – catility

Dipl.-Biol. Birgit Rödder

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