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Wie gut erkennen wir Stress bei Katzen?

Sind Katzen gestresst? Und wie sieht man es ihnen an?Stress kennt jeder. Aber nicht jeder glaubt, dass auch Katzen ihn empfinden und darunter leiden können. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Katzenhalter außerdem nur sehr deutliche Stressreaktionen erkennen, viele werden übersehen und als normales Verhalten interpretiert.

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Katzen nehmen ihre Umwelt anders wahr als wir

Wer sich mit Katzen beschäftigt und ihr Wesen ergründen will, der muss auch wissen, wie sie die Welt wahrnehmen. Dieses Wissen ist wichtig, um die Ursache für viele ihrer Reaktionen einschätzen zu können. Die Funktionen der Sinnesorgane der Katze unterscheiden sich nämlich teilweise deutlich von denen der Menschen. Sie sind an die kätzische Lebensweise angepasst, an Dämmerung und Nacht, an die solitäre Jagd kleiner Beutetiere, an die Suche von Schutz, das Auffinden und Einschätzen von Artgenossen etc.

Sehsinn

Katzenaugen sind auffallend groß und schön. 
Durch ihre Lage vorne am Kopf ist das Gesichtsfeld der Katze kleiner als das eines Fluchttiers – Pferdeaugen z.B. sitzen mehr an den Kopfseiten, sie haben einen fast vollständigen Rundumblick, ohne den Kopf drehen zu müssen. Jedoch überschneiden sich bei der Katze die Sehbereiche beider Augen deutlich; durch die gleichzeitige Wahrnehmung eines Punktes mit zwei Augen kann das Gehirn die Entfernung des Punktes zum Organismus abschätzen. Das binokulare Sehen ist wichtig für die Jagd, bei Primaten aber z.B. auch für Sprünge von Baum zu Baum.

Die Pupillen sind bei Dunkelheit kreisrund erweitert und erhöhen dadurch den Lichteinfall. In ihrer Netzhaut dominieren Stäbchen als Lichtrezeptoren, die schon auf geringe Lichtstärken ansprechen, aber nur Graustufen erkennen lassen. Die Zapfen, die Farbsehen ermöglichen, sind dagegen in der Minderheit. Katzen reagieren daher weniger auf Farben als etwa auf kleinste Bewegungen. Eine hinter der Netzhaut liegende Zellschicht, das Tapetum lucidum ("leuchtender Teppich"), reflektiert Licht, das nicht auf eine Rezeptorzelle gefallen ist; dadurch besteht eine weitere Chance, dass die zurückgeworfenen Photonen einen Stäbchenrezeptor treffen und anregen, die Lichtausbeute ist nahezu maximal. Einer Katze reicht dadurch 1/6 der Lichtmenge, die ein Mensch braucht, um eine Struktur zu erkennen. Durch das Tapetum lucidum leuchten die Augen einer Katze und vieler anderer Tiere, wenn sie im Dunkeln beleuchtet werden – wie ein Katzenauge am Fahrrad. Im hellen Licht ziehen Katzen die Pupillen zu schmalen Schlitzen zusammen. Dadurch fällt weniger Licht auf die Netzhaut, die Katze wird nicht geblendet.

Gehör

Katzenohren sind ebenfalls auffallend und können unabhängig voneinander bewegt werden. Dadurch können Katzen sie gezielt auf eine Geräuschquelle ausrichten und sie dadurch exakt lokalisieren. Wie beim binokularen Sehen können Sie auch mit dem Gehör Entfernungen sehr gut abschätzen. Das Gehör ist außerdem sehr empfindlich, nimmt sehr leise Töne und hohe Frequenzen wahr, die weder Mensch noch Hund hören. Ihr maximales Hörvermögen besitzen Katzen jedoch nur etwa bis zum 6. Lebensjahr, alte Katzen können auch taub werden.

Tastsinn

Die Empfindsamkeit von Katzen ist für uns kaum vorstellbar. Tastrezeptoren in den Katzenpfoten reagieren schon auf geringste Erschütterungen und helfen der Katze sogar beim Beutefang, vermutlich auch bei der Wahrnehmung (und "Vorhersage") von Erdbeben.
Deutlich sichtbar sind die so genannten Schnurrhaare der Katze, die mit dem Schnurren nichts gemeinsam haben. Sie werden auch als Sinushaare oder Vibrissen bezeichnet. Sinushaare findet man in den Schnurrhaarkissen, außerdem auf den Wangen, über den Augen, am Kinn und der Hinterseite der Vorderbeine, sie reagieren ebenfalls auf taktile Reize. Die Sinushaare sind dicker als normale Haare, sitzen tiefer in der Haut und ihre Wurzeln sind von vielen Nervenendungen umgeben. Alle Bewegungen der Vibrissen, auch durch eine Luftströmung, werden daher sehr gut wahrgenommen. Wenn eine Katze eine Maus im Maul trägt, umschließen die Sinushaare diese wie ein Fächer, die Katze kann schon auf kleinste Bewegungen ihrer Beute reagieren.

Geruch

Der Geruchssinn der Katzen ist weniger gut ausgeprägt als der von Hunden, jedoch immer noch weit besser als der von Menschen und von großer Bedeutung für ihr Sozialverhalten. Er wird hauptsächlich bei der Kontrolle des Territoriums eingesetzt und bei der Erkennung von Artgenossen bzw. Sozialpartnern. Bei der Aufnahme von Pheromonen wird das Vomeronasalorgan (auch Jacobsonsches Organ genannt) genutzt, das sich im Gaumendach befindet und eine Art "Schmeckriechen" ermöglicht; der Eingang zum Jacobsonschen Organ befindet sich im Gaumen hinter den Schneidezähnen. Wenn eine Katze einen interessanten Duftstoff wahrnimmt, z.B. einen Sexuallockstoff, der am besten über das Vomeronasalorgan aufgenommen wird, flehmt sie. Das Flehmen ist auch von Pferden, Nashörnern und anderen Unpaarhufern bekannt, die dabei deutlich die Oberlippe hochziehen. Bei Katzen fällt höchstens ein Innehalten mit abwesendem Gesichtsausdruck auf, leicht hochgezogene Lippen bei leicht geöffnetem Mund. Gelegentlich schmatzen Katzen auch beim Flehmen.

Geschmack

Katzen besitzen keinen besonders ausgeprägten Geschmacksinn. Über Fressen oder Nichtfressen entscheidet meist schon der Geruch der Nahrung. Auf der Katzenzunge befinden sich vier Rezeptortypen, die auf sauer, bitter, salzig oder umami (Aminosäuren; Fleisch) reagieren. Katzen besitzen keine Geschmacksknospen für die Geschmacksrichtung süß. Die Rezeptoren sitzen auf der Zungenspitze, am Rand und im hinteren Teil der Zunge, in der Mitte befinden sich die groben Papillen, die hauptsächlich beim Putzen eingesetzt werden.

 

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Tierverhaltenstherapie – catility

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