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Wichtig: Verhütung und Schutz

Streunerkatzen leidenDem Wohlergehen ALLER Hauskatzen zuliebe müssen wir ihre Fortpflanzung dringend einschränken. Lassen Sie Ihre Katze und Ihren Kater rechtzeitig kastrieren und unterstützen Sie Kastrationsaktionen für verwilderte Katzen, z.B. über das Bündnis Pro Katze.

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Auch Hunde können Freunde seinWer ist Freund? Wer ist Feind? Sind alle Menschen gut? Oder alle schlecht? Kann man mit einem Hund spielen oder sollte man ihn fürchten? Die Sozialisation ist eine sehr wichtige Phase im Leben junger Katzen. Etwa zwischen der zweiten und siebten Lebenswoche werden Kätzchen auf Lebewesen geradezu geprägt. Damit wird die Grundlage für ihre spätere Geselligkeit und Umgänglichkeit mit Menschen und anderen Tieren gelegt – oder ihre Furcht.

Der Umgang mit Mutter und Geschwistern, Erziehung und Spiel, ist aber noch bis zur 12. Woche wichtig für die Entwicklung der Selbstbeherrschung der Kätzchen, sowohl emotional als auch körperlich. Früher "entführte" Katzenkinder verlieren als erwachsene Katze schnell die Beherrschung, lassen sich oft nur mit Schwierigkeiten behandeln und haben Zähne und Krallen schlecht unter Kontrolle. Ihnen fehlt schlichtweg die soziale Kompetenz, da sie nicht gelernt haben, wann welche sozialen Verhaltensweisen angebracht sind. Als erwachsene Katzen vertragen sie sich nur selten gut mit ihren Artgenossen, eine spätere Vergesellschaftung ist oft problematisch.
Das betrifft sogar das Zusammenleben mit dem eigenen Nachwuchs. Denn auch unzureichend sozialisierte Kätzinnen paaren sich und kümmern sich um ihre Kitten. Allerdings ziehen sie sich früher von ihnen zurück als gut sozialisierte Mütter und leben sichtbar auf, nachdem die Heranwachsenden das Haus verlassen haben.

Die Sozialisation gegenüber verschiedenen Sozialpartner-Gruppen verläuft unabhängig voneinander, jedoch etwa nach dem gleichen Schema: Eine Kindheit mit vielen freundlichen Artgenossen ist vorteilhaft

Fehlende Erfahrungen, zum Beispiel beim Nachwuchs alleinerziehender Mütter in der Abgeschiedenheit von Gartenlaube, Keller oder Scheune, führen zu eher vorsichtigen und ängstlichen Reaktionen auf ihnen unbekannte Lebewesen.

Nur nach überwiegend guten Erfahrungen der Katzenwelpen gehen die Kätzchen später enge Bindungen an Menschen und Tiere ein. Aber nur nach guten Erfahrungen mit mehreren Personen betrachten Katzen später ziemlich jeden Menschen als harmlos, die Lernerfahrungen werden generalisiert. Hierfür sind viele frühe und positive Kontakte mit verschiedenen Menschentypen wichtig.

Eine solche Generalisierung findet auch in Bezug auf Artgenossen statt, wenn Katzen in ihren ersten Lebenswochen häufig Kontakte zu vielen erwachsenen und überwiegend freundlichen Mitkatzen hatten, oder in Bezug auf andere Tierarten.

Die Persönlichkeit jeder Katze wird aber neben ihren Erfahrungen auch von ihrer Veranlagung gebildet. Eine sensibles Kitten wird aus spielerischen Prügeleien ihrer Artgenossen und etwas ungelenkem Umgang durch Menschen andere Erfahrungen ziehen als ihre Geschwister mit "robuster" Veranlagung.

Leider werden auch negative Erfahrungen nicht vergessen, wenn es die einzigen oder häufigsten in der Jugend der Kätzchen waren. Und die sind kaum wieder gut zu machen. Es erfordert viel Geduld und Fingerspitzengefühl, um die panikartigen Reaktionen solcherart fehlgeprägter Katzen einigermaßen abzubauen.

Typische Entwicklungen:

So findet man immer wieder Katzen, die ohne Menschenkontakt in einer Katzenkolonie aufgewachsen sind, als Halbwüchsige eingefangen, tierärztlich "rundumversorgt", geimpft und entwurmt wurden - und später große Angst vor Menschen haben, aber ganz prima mit anderen Katzen auskommen. Oder andere, die von Menschenhand als Einzelkätzchen aufgezogen wurden und bei ihren ersten Besuchen im Garten von einer Nachbarkatze Prügel bekamen - und sich fortan Artgenossen gegenüber ängstlich und/oder feindselig verhalten, aber äußerst anhänglich gegenüber Menschen. Und wir kennen Katzen, die ausnehmend gut mit Hunden oder sogar mit potenziellen Beutetieren wie Mäusen oder Vögeln zusammenleben (ohne Garantie für jede Maus oder jeden Vogel), weil sie diese in der sensiblen Phase als Sozialpartner kennen gelernt haben.

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Tierverhaltenstherapie – catility

Dipl.-Biol. Birgit Rödder

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