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Katzen und ihre Gemeinschaftsklos

Benutzte Klos sind nicht jederkatz Sache

Wie ein Damoklesschwert hängt das Thema Unsauberkeit über dem Katzenhalter, es kann jeden treffen. Besonders gefährdet sind Mehrkatzenhaushalte, denn die Samtpfoten lösen sich nicht gerne in einem Örtchen mit Hinterlassenschaften anderer – oder? 

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Er ist mit seinem recht kleinen Klo offenbar zufrieden

Das Ausscheidungsverhalten ist angeboren, tritt aber erst auf, wenn junge Katzen feste Nahrung aufnehmen. Sie setzen etwa 2-4 Mal täglich Harn ab und einmal Kot, allerdings auch abhängig vom Fress- und Trinkverhalten und wahrscheinlich abhängig vom Ausmaß an Bewegung.

Sie suchen einen lockeren und weichen Untergrund, beschnuppern ihn, scharren mit den Vorderpfoten eine Mulde und hocken sich zum Lösen ungefähr darüber. Beim Harnabsatz ist der Rücken gerade durchgedrückt (siehe Foto), beim Kotabsatz etwas gekrümmter, mit mehr Abstand zum Substrat. Nach der Verrichtung beschnuppert die Katze das Ergebnis, die meisten scharren es dann mit den Vorderpfoten – mehr oder weniger erfolgreich – wieder zu, der Kot bleibt oft unbedeckt, wenn er außerhalb des Territoriums erster Ordnung abgesetzt wurde.

Offen platzierte Häufchen oder Urinspuren an senkrechten Strukturen (Türen, Wände, Möbel, Vorhänge etc.) dienen der Kommunikation, etwa das Harnmarkieren. Rot-braun gefärbte Tropfen oder kleine Pfützen sind meist Hinweis auf eine Erkrankung, z.B. eine Blasenentzündung!

Viele Katzen bevorzugen das Substrat, das sie in ihrer Jugend kennen lernten, d.h. je nach Kinderstube Sand, Sägespäne, Laub, Erde, ..., oder Katzenstreu, und lernen nicht ohne Weiteres, auf ein anderes umzusteigen.

Draußen benutzen Katzen mehrere Plätze für ihre "Geschäfte", speziell Kot und Harn werden oft an verschiedenen Orten abgesetzt.

Bei der Haltung von Wohnungskatzen sind einige Überlegungen zum Katzenklo sinnvoll, um Unsauberkeit zu vermeiden:

  • Im Zweifelsfall ist es empfehlenswert, zwei Katzenklos aufzustellen, bzw. eines mehr als Katzenbewohner.
  • Sie sollten möglichst über den gesamten Lebensraum der Katze verteilt stehen, jedoch nicht neben den Schlaf- und Fressplätzen.
  • Jungen, alten und kranken Katzen hilft man oft durch weitere Katzenklos, v.a. in großen Wohnungen oder Häusern, die schnell und gut erreichbar sind.
  • Die Klos müssen jederzeit zugänglich und störungsfrei sein, dürfen auch nicht von Artgenossen oder anderen Mitbewohnern blockiert werden können.
  • Sie müssen groß genug sein, damit die Katze darin bequem Platz findet, etwa 1,5 x so lang wie die Katze.
  • Abdeckungen verleihen dem Katzenklo einen höhlenartigen Charakter und sind für Katzen eher ungewöhnliche Ausscheidungsorte, sie werden nicht von allen Katzen akzeptiert, aber manche bevorzugen sie.
  • Gut geeignet und eine Alternative zu handelüblichen Katzentoiletten sind Plastikwannen oder -kübel, sie müssen jedoch standfest sein und dürfen nicht umkippen, wenn die Katze auf den Rand springt.
  • Bezüglich der Einstreu haben Katzen unterschiedliche Vorlieben, die meisten bevorzugen unparfümierte Klumpstreu oder feinkörnige Streu.
  • Die Substratschicht sollte mindestens 5 cm dick sein, zumindest für den Kotabsatz bevorzugen Katzen eine so tiefe Streu.
  • Die Katzenklos müssen regelmäßig gereinigt werden, damit die Katze/n sie auch benutzt/benutzen.
  • Stechend riechende Reiniger bzw. Desinfektionsmittel sind unnötig, sie können durch ihren Geruch sogar eine abschreckende Wirkung haben. Geruchsneutralisierer wie Aktivkohle oder Zero Odor finden viele Samtpfoten wiederum gut.
  • In manchen Fällen kann es hilfreich sein, einen Teil der Ausscheidung im Klo zu lassen, damit die Katze dieses als Ausscheidungsplatz erkennt.
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Tierverhaltenstherapie – catility

Dipl.-Biol. Birgit Rödder

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