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Katzen maunzen nur Menschen an

Dass Katzen ihre Bedürfnisse durch Schnurren und Maunzen äußern, ist für Katzenhalter nichts Neues. Viele Katzenforscher gehen davon aus, dass sich das Maunzen der Hauskatzen im Zusammenleben mit Menschen deutlich weiterentwickelt hat – zu einer artübergreifenden Kommunikationsform. Vor allem das Schnurren wird auch von Nicht-Katzenhaltern als äußerst angenehm empfunden, eine heilende Wirkung wurde schon 2001 wissenschaftlich erwiesen.

Katzen maunzen nur Menschen anIn einer neuen Studie widmeten sich die Forscher um Karen McComb von der Universität Sussex verschiedenen Schnurrlauten mit unterschiedlicher Wirkung: einem entspannten Schnurren, wie wir es von einer ruhenden Katze hören, und einem Schnurren während des Wartens auf Futter. Bei der Analyse der Schnurrlaute von 10 Katzen in jeweils beiden Situationen fanden die Wissenschaftler in der Futtersituation ein ins Schnurren eingebettetes, schreiartiges Miauen, das trotz der geringen Lautstärke auch auf Nicht-Katzenhalter recht unangenehm wirkt und einen dringenden Handlungsbedarf ausdrückt. Wurde das Schreien aus dem Bettelruf herausgefiltert, ergab sich wieder ein auf die Menschen angenehm wirkendes Schnurren in einem Frequenzbereich von etwa 50 Hz. Die unangenehme und dringend klingende Wirkung des eingebetteten, hochfrequenten Schreiens erklären die Forscher mit dessen Ähnlichkeit mit den Weinen von Kindern, das wir nur sehr schwer ignorieren können.

Aber nicht alle Katzen setzen diesen effektiven Bettelruf ein, um gefüttert zu werden. Katzen in turbulenten Haushalten äußern ihn deutlich seltener als solche mit nur einer menschlichen Bezugsperson. Daraus schließt McComb, dass es sich um eine von der Katze erlernte Lautäußerung handelt, die eben mit Futter belohnt wird. Einige Katzenhalter können dies sicherlich bestätigen, da ihre Samtpfoten vor allem im Zusammenhang mit Futter oder anderen wirksamen Belohnungen schnell lernen, welche Lautäußerungen bei uns wirksam sind und wie sie uns um die Samtpfote wickeln können.

Quelle: Karen McComb (Universität in Sussex) et al.: Current Biology, Vorabveröffentlichung, Bd. 19, Seite R507

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