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Christa lässt sich die große Schermaus schmecken

Hauskatzen haben ein Gespür für ausgewogene Ernährung. Sie bevorzugen auch nach Tausenden von Jahren der Domestikation eine Nahrung, die ihrer natürlichen Beute, Mäuse oder Vögel, entsprechen, wie ein internationales Forscherteam nun durch Experimente heraus fand.

Christa lässt sich die große Schermaus schmeckenDer britische Wissenschaftler Adrian Hewson-Hughes und seine australischen und neuseeländischen Kollegen untersuchten die kätzischen Fressgewohnheiten im großen Stil: Drei Jahre lang zeichneten sie die Futterwahl von über 100 Hauskatzen auf, denen stets drei Futtersorten mit unterschiedlichen Nährstoffgehalten zur freien Verfügung standen. Anhand der jeweils gefressenen Futtermengen ermittelten die Forscher dann den von jeder Katze aufgenommenen Gehalt an Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten.

Die untersuchten Katzen zeigten bei diesen Wahlversuchen keine Vorlieben für eine bestimmte Futtersorte, sondern bevorzugten eine Mischung mit immer gleicher Zusammensetzung: 26 Gramm Protein, 9 Gramm Fett und 8 Gramm Kohlenhydrate. Diese Werte entsprechen in etwa den Hauptbestandteilen einer Maus oder eines Vogels, der Nahrung, die schon die Urahnen unserer Samtpfoten bevorzugten.

Die meisten handelsüblichen Katzenfuttersorten sind sehr ähnlich zusammengesetzt und stillen somit ganz gut die Bedürfnisse unserer Stubentiger. Allerdings hat die Menge an Kohlenhydraten im Futter einen entscheidenden Einfluss auf das Fressverhalten. Die meisten Katzen hören auf zu fressen, wenn sie etwa 300 Kilojoule zu sich genommen haben. Enthält das angebotene Futter längerfristig einen zu hohen Kohlenhydratanteil, so besteht die Gefahr einer Mangelernährung, da die Katze zu wenig Proteine oder Fette zu sich nimmt. Entsprechende Diäten sind daher mit Vorsicht zu genießen.

Quelle: Journal of Experimental Biology, Bd. 214, S. 1039

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