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News

Wie gut erkennen wir Stress bei Katzen?

Sind Katzen gestresst? Und wie sieht man es ihnen an?Stress kennt jeder. Aber nicht jeder glaubt, dass auch Katzen ihn empfinden und darunter leiden können. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass Katzenhalter außerdem nur sehr deutliche Stressreaktionen erkennen, viele werden übersehen und als normales Verhalten interpretiert.

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Interesse geweckt?Woher und von welchen Wildtieren stammen Hauskatzen ab? Wie wirken sich Erfahrungen in ihrer Jugend aus? Wie nehmen sie ihre Umwelt wahr? Diese grundlegenden Informationen helfen dabei, Katzenindividuen zu verstehen.

 

 

 

 

 

Hauskatzen stammen von der Falbkatze oder Afrikanischen Wildkatze (Felis silvestris lybica) ab

Wie kommt eine Hauskatze zu all ihren faszinierenden Eigenschaften? Von welcher Wildkatzenart stammt sie ab? Woher hat sie ihre anmutigen Bewegungen?

Junge Katzen saugen Informationen auf wie ein Schwamm

Wie entwickeln sich die Fähigkeiten und das Verhalten vom Neugeborenen zur erwachsenen Katze? Welche Fähigkeiten wurden ihnen schon in die Wiege gelegt?

Zwischen Mutter und Kindern entsteht eine enge BindungNicht alle Informationen sind angeboren. Wo bekommt man als Katze etwas zu fressen – in einem Hinterhof, auf einem Bauernhof, aus einem Napf oder vom Tisch? Welche Situationen sind gefährlich, welche ungefährlich? Was ist ein Katzenklo?

Auch Hunde können Freunde seinWer ist Freund? Wer ist Feind? Sind alle Menschen gut? Oder alle schlecht? Kann man mit einem Hund spielen oder sollte man ihn fürchten? Die Sozialisation ist eine sehr wichtige Phase im Leben junger Katzen. Etwa zwischen der zweiten und siebten Lebenswoche werden Kätzchen auf Lebewesen geradezu geprägt. Damit wird die Grundlage für ihre spätere Geselligkeit und Umgänglichkeit mit Menschen und anderen Tieren gelegt – oder ihre Furcht.

Katzen nehmen ihre Umwelt anders wahr als wir

Wer sich mit Katzen beschäftigt und ihr Wesen ergründen will, der muss auch wissen, wie sie die Welt wahrnehmen. Dieses Wissen ist wichtig, um die Ursache für viele ihrer Reaktionen einschätzen zu können. Die Funktionen der Sinnesorgane der Katze unterscheiden sich nämlich teilweise deutlich von denen der Menschen. Sie sind an die kätzische Lebensweise angepasst, an Dämmerung und Nacht, an die solitäre Jagd kleiner Beutetiere, an die Suche von Schutz, das Auffinden und Einschätzen von Artgenossen etc.

Katzen lernen ständig

Das Verhaltensrepertoire einer Katze besteht aus angeborenen und erworbenen Verhaltensweisen, der Großteil ihres Verhaltens wird von einem angeborenen "Rahmen" gebildet, der durch Lernprozesse erweitert oder verändert wurde.

Unterernährte Katzenmutter mit Kitten im Tierheim

Trächtigkeit und Jungenaufzucht sind auch für weibliche Katzen sehr anstrengend, vor allem wenn sie sich 2-3 Mal jährlich fortpflanzen. Für intakte Kater ist das Leben nicht weniger hart: Sie müssen Territorien kontrollieren, die um ein Vielfaches größer sind als die von Kastraten und Weibchen, und begegnen dabei natürlich vielen Gefahrensituationen inklusive der teils harten Katerkämpfe. Uns Menschen "beglückt" eine Kätzin während der Rolligkeit mit ihren kehligen "Gesängen" und setzt in dieser Zeit auch Harnmarken, jedoch nicht so intensive und wenig angenehme wie die eines intakten Katers, dessen ausgeprägtes, geruchliches "Mitteilungsbedürfnis" ein Leben im Haus stark gewöhnungsbedürftig werden lässt.

Gut sozialisierte Katzen finden schnell Freunde

Die weitgehend solitär lebende Falbkatze hat sich im Laufe der Domestikation zum "geselligen Einzelgänger" Hauskatze gemausert. Katzen können, in Gesellschaft leben, müssen es aber nicht.

Die Sozialsysteme der Hauskatzen sowie ihr Sozialverhalten wurde schon in den 70-er und 80-er Jahren ausführlich erforscht. Die Ergebnisse führten zur Erkenntnis, dass Katzengruppen außerordentlich vielfältig aufgebaut sind. Nicht kastrierte Katzen, denen ausreichend Nahrung zur Verfügung steht, etwa durch Zufütterung, bleiben im Territorium der Mutter, das spätestens bei ihrer Geschlechtsreife zu einem Gruppenterritorium wird. Kätzinnen bleiben in ihrem Heimatterritorium, während die Kater später als erwachsene "Deckkater" sehr große Gebiete durchstreifen, mehrere dieser Gruppen besuchen und sich mit möglichst mehreren Kätzinnen paaren. Die Katzen jeder Gruppe pflegen allerdings unterschiedliche Beziehungen zueinander, von sehr engen Freundschaften bis zur ausgeprägten Ablehung.

Unter den kastrierten Hauskatzen, die wir heutzutage erfreulicherweise immer häufiger treffen, sind die Beziehungen nicht einfacher gestrickt. Der größte Unterschied zu den "intakten" Katzen betrifft die Kater, die als Kastraten sehr enge Freundschaften miteinander eingehen können – unter unkastrierten undenkbar. Auch die Kätzinnen verhalten sich friedlicher gegenüber Katern und sogar unverwandten Geschlechtsgenossinnen, wenn sie in ihrem 1. Lebensjahr kastriert wurden.

Allerdings wird der Grundstein für die Verträglichkeit mit Artgenossen von jedem Individuum während der sensiblen Phase der Sozialisation erworben. Eine Jugend in freundlicher Katzengesellschaft ist deshalb Voraussetzung für ein späteres, glückliches Katzengruppenleben. Aber auch die Art der Gesellschaft in ihrem weitere Leben wirkt sich aus: Auch viele gut sozialisierte Katzen, die 1-2 Jahre lang nur unter Menschen lebten, lehnen eine zweite Katze ab, die sie als Konkurrent bzw. Eindringling empfindet. Es ist daher nicht immer eine gute Idee, einer erwachsenen Katze eine zweite zu "schenken". 

Gut innerartlich sozialisierte Katzen können allgemein sehr gut zu zweit oder in kleinen Gruppen leben; sechs hat sich als recht sichere Obergrenze herausgestellt, bei mehr steigt die Wahrscheinlichkeit von Problemen – oft Angst/Aggression, Unsauberkeit und Harnmarkieren – stark an. 

Der Übergang zwischen Territorium 1. und 2. Ordnung ist fließendDer Lebensraum einer Katze, das Revier bzw. Territorium, bietet ihr Schutz, Nahrung und intakten Tieren Zugang zu Paarungspartnern. Es besteht aus einer oder mehreren Kernzonen sowie einer Streifzone.

Tierverhaltenstherapie – catility

Dipl.-Biol. Birgit Rödder

Kop Nück 3

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Tel. 02257 - 95 27 44

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